Die organische Säure Kreatin hat große Bedeutung für den menschlichen Organismus, da sie unter anderem für die Energieversorgung der Muskeln mitverantwortlich ist. Doch scheinbar kann Creatin noch etwas ganz anderes. So zeigen Befunde mit Knochenzellen von Ratten, dass Creatin auch durchaus beachtliche Auswirkung auf Knochen und Knorpel haben kann. Diese ist sogar sehr positiv zu bewerten, da die einzelnen Knochenzellen und der Knochen als Ganzes besser mineralisieren und dadurch wachsen. Dies scheint realistisch, wenn man bedenkt, welche energieverbrauchenden Prozesse auch in den menschlichen Knochenzellen ablaufen.
Die neue Erkenntnis kann bei zukünftigen Behandlungen von Knochenbrüchen ebenso hilfreich sein wie für die Anfertigung von einem künstlichen Hüftgelenk oder anderen Prothesen, bei denen zusätzlich Kreatin verwendet werden könnte. Zudem kann diese positive Wirkung des Kreatin auch bei der Behandlung der Alterskrankheit Osteoporose hilfreich sein. Gleichzeitig wurde in der Versuchsreihe auch nachgewiesen, dass es zu einer deutlichen Missbildung kommt, wenn man die für den Aufbau wichtige Kreatinkinase durch spezielle Fütterung mit Kreatinanaloga hemmt. Damit wird die Bedeutung von Creatin für den Knochenbau zusätzlich gestützt. Besonders gefährlich ist dieser Vorgang während der Wachstumsphase.
Nicht ganz klar ist die genaue Wirkung beim Menschen, da die Wirkung von Creatin in Bezug auf diesen erst noch klinisch untersucht werden muss, um eine objektive Einschätzung zu bekommen. Eine Tendenz ist aber erkenntlich und so stellt die Einstufung des Kreatin als wichtiges Hilfsmittel für die Festigung unseres Knochenbaus einen bisher unbekannten positiven Effekt in den Raum, der von dem einen oder andere Kraftsportler sicherlich gerne registriert werden dürfte.